Wenn Ehegatten ein Testament errichten, ordnen sie oft an:
1. Der Zuerststerbende von uns setzt den Überlebenden zu seinem unbeschränkten Alleinerben ein
2. Der Längerlebende von uns setzt unsere Kinder als seine Erben je zu gleichen Teilen ein.
Diese Testamentsform ist so alt und typisch, dass das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) hierfür einen eigenen Namen bereithält: Berliner Testament. Die Vorteile eines Berliner Testaments liegen in der angestrebten Absicherung und Versorgung des längerlebenden Ehegatten. Ein solches Testament kann allerdings sowohl zu erbschaftssteuerlichen wie auch zu materiell-rechtlichen Problemen führen. So sollte es z.B. ab einem gewissen Vermögen modifiziert werden, um die erbschaftssteuerlichen Freibeträge nicht zu verschenken. Das zweite Problem betrifft die Frage, ob der länger lebende Ehegatte das mit seinem verstorbenen Ehepartner geschlossene Testament nach dessen Ableben noch ändern kann. Wird beispielsweise der länger lebende Ehegatte (ausschließlich) von einem seiner Kinder gepflegt wird und möchte er diese Tätigkeit dadurch entlohnen, dass er das pflegende Kind als Alleinerben einsetzt, stellt sich die Frage, ob dies noch möglich ist. Wie man für diesen Fall Vorsorge betreibt und wie man insgesamt die typischen Fehlerquellen bei einem Berliner Testament vermeidet, zeigt der Vortrag.
Rechtsanwalt Dr. Hans Hammann ist Fachanwalt für Erbrecht und Mediator ausschließlich im Bereich des Erb-, Erbschaftssteuer- und Stiftungsrecht tätig. Anhand anschaulicher Beispiele führt er in die Materie ein und steht für Fragen zur Verfügung.

Honorar wird an Bürgerstiftung gespendet

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Bezahlung bar an der Abendkasse.
Keine Voranmeldung nötig.
1 × Mi., 2.5.2018, 19.30 – 21.30 Uhr (121953)
   Haus der Familie Raum 02
Hammann, Dr. Hans
6,– €

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